„Nichts verändert sich, bis DU dich veränderst - und das liegt allein in DEINER Hand!"

 

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Familienaufstellung – was ist das?

Familienstellen ist eine psychotherapeutische Methode. Sie basiert unter anderem auf systemischen Erkenntnissen und hat sich in den letzten 30 Jahren stetig weiterentwickelt. Die Aufstellungsarbeit ist heute weltweit anerkannt und findet mittlerweile Anwendung in unterschiedlichen Bereichen – im therapeutischen, medizinischen, wirtschaftlichen, organisatorischen und anderen Bereichen.

Bei einer Familienaufstellung zeigen sich Dynamiken, die manchmal über Generationen hinweg in dem jeweiligen Familiensystem vorhanden sind und vorher nur teilweise oder gar nicht von der Person wahrgenommen wurden, sich aber auf das Leben der betroffenen Person auswirken. Diese Dynamiken, oder auch „übertragenen Familienmuster“ gestalten und beeinflussen unser Leben und unsere Beziehungen unbewusst. Uns ist bekannt, dass sich menschliche Beziehungen auch nach einer gewissen Ordnung gestalten. Fehlt diese Ordnung, oder ist sie gestört steht jemand z.B. nicht an seinem Platz, oder bekommt nicht die notwendige Liebe, Anerkennung oder Zugehörigkeit kommt es zu Störungen im System. Seelische Bindungen, verdrängte Gefühle im Zusammenhang mit Schicksalen und Ereignissen innerhalb des Familiensystems werden plötzlich sichtbar und erlebbar und können zu einer heilsamen Auflösung kommen. Krankheitssymptome können sich zurückziehen.

Familienstellen eignet sich dazu, seelische Prozesse sichtbar und erkennbar zu machen. Das in der Tiefe der Seele wirkende Bild des Familien/Beziehungssystems wird in einer Aufstellung deutlich. Mit der Aufstellungsarbeit hat man die Möglichkeit eine positive Familienordnung wieder herzustellen, indem man unter anderem Liebe, Anerkennung und Zugehörigkeit einen Platz gibt. So können Teilnehmer tiefe menschliche Erfahrungen und Entdeckungen machen und auch Lösungsschritte gehen.

 

Wie funktioniert eine Familienaufstellung?

Wenn Sie ein inneres Anliegen haben, oder ein Problem klären möchten, können wir mit Hilfe von Stellvertretern, die keinerlei Vorinformationen brauchen, Ihre Herkunfts- oder Gegenwartsfamilie (Eltern, Kinder, meist auch Großeltern, Ehemann/frau etc.).aufstellen. Alle Teilnehmer sitzen im Kreis. Neben dem Coach sitzt der Teilnehmer, der eine Aufstellung machen möchte. Der Coach fragt den Teilnehmer nach seinem Anliegen und nach besonderen Ereignissen, Personen, oder Situationen innerhalb seiner Familie. Anschließend bittet der Coach den Teilnehmer sich aus der Gruppe Stellvertreter für bestimmte Familienmitglieder aus seinem System auszusuchen und diese im Raum aufzustellen.

Den Stellvertretern wird dann Zeit gegeben sich in diese Person einzufühlen, für die sie stellvertretend stehen. Die Stellvertreter nehmen Gefühle wahr und zeigen Verhaltensweisen die zu den Personen gehören, für die sie stehen. Sie sprechen zum Teil gleiche Worte und zeigen gelegentlich auch deren Mimik oder Gestik oder deren Symptome, ohne vorher darüber informiert worden zu sein. Zum Teil werden unbewusste Dynamiken spürbar und sichtbar, die das Leben des Teilnehmers bisher tief beeinflusst haben.

Das entstandene "Bild" wird betrachtet. Wer steht zu wem hingewandt oder abgewandt, wer in der Ecke oder im Mittelpunkt. Aus diesem Bild „wer steht wo in einer Beziehung zu wem?“ wird oft schon sichtbar, wo eine Störung liegt. Jeder Einzelne wird vom Coach befragt, wie er sich fühlt und was er auf dem ihm zugewiesenen Platz empfindet.

Nicht gelebte Trauer und Abschiede können nachgeholt und unbewusst übernommene Schicksalslasten aufgelöst werden. So entsteht Raum für neue, heilsame Lösungs- und Handlungsmöglichkeiten.

Das erfolgt dann im Prozess des Aufrollens und Aufarbeitens bis hin zur Ursache der Störung. So wird, was bis jetzt im Inneren verborgen war, im äußeren Raum sichtbar und für den Aufsteller, der seine Aufstellung vom Rand aus beobachtet, verständlich.

Dann werden die gewählten Stellvertreter – wie auf einem Schachbrett - so umgestellt, dass alle einen subjektiv guten Platz bekommen und sich wohlfühlen. Je nach den gegebenen Umständen werden Ausgeschlossene mit ganz bestimmten Lösungssätzen gewürdigt, Schuld dorthin zurückgegeben, wo sie hingehört, Mutter/Vater angenommen, Verantwortung übernommen, oder abgegeben.

Dieser oft für alle Teilnehmer sehr emotionale Ablauf wird von den Coach ohne Bewertung mit Respekt und Wertschätzung begleitet, geschützt und aufgefangen.

Eingeleitet wird ein Familienaufstellungstag immer mit einer Entspannungs-, oder Meditationsübung, damit alle Teilnehmer sich auf ihr Gefühle und Empfindungen einlassen können, denn der Kopf und die Gedanken haben bei Familienaufstellungen Pause. Hier wird nur mit Gefühlen gearbeitet.

 

Fazit:

So einfach die Methode scheint, so tief und nachhaltig ist ihre Wirkung. Das neue gewonnene Lösungsbild wird vom Klienten verinnerlicht und hat oft verblüffende und heilende Auswirkungen auf Krankheitssymptome, brüchige Beziehungen, „Problemkinder“ oder alte seelische Verletzungen. Ein neues Familienbild, in dem Liebe, Anerkennung und Zugehörigkeit fühlbar werden, kann nun in einem Prozess entstehen.

 

Einzeltermine:  

Für Menschen, die sich scheuen, in einer Gruppe ihr Familiensystem aufzustellen, gibt es die Möglichkeit mit Hilfe von sogenannten „Bodenankern“ oder dem Familienbrett das Familiensystem, bestimmte Ereignisse, den eigenen Platz im System sichtbar und erfahrbar zu machen.